Arzneimittelprüfung

Die homöopathische Arzneimittelprüfung oder warum man homöopathische Mittel nicht einfach mal probieren sollte!

Um die Wirkungsweise eines homöopathischen Arzneimittels zu erforschen gibt es ein besonderes Vorgehen, das ich nachfolgend kurz erklären möchte.

Gesunde freiwillige Versuchspersonen nehmen über eine bestimmte Dauer ein homöopathisches Mittel ein. Je nach Empfindlichkeit des Prüfers, entwickelt er unter der Einnahme über kurz oder lang sogenannte Prüfsymptome. Nehmen wir als Beispiel Arnica: Der gesunde Prüfer nimmt Arnica über einen Zeitraum von 1 Woche täglich 1 Globulus C 30 ein. Er entwickelt unter der Einnahme ein großes Zerschlagenheitsgefühl, so als ob er einen Marathon gelaufen wäre ohne dafür trainiert zu sein und an einigen Stellen seines Körpers entwickelt er blaue Flecken obwohl er sich nicht gestoßen hat. Er hat einen intensiven Geschmack nach faulen Eiern im Mund.

Diese Symptome, die der Prüfer hier entwickelt hat, sind sogenannte Leitsymptome für Arnica. Das heißt, ein Patient der diese Symptome zeigt bekommt von einem Homöopathen Arnica verordnet und wird so wieder beschwerdefrei.
Was passiert nun wenn jemand ein homöopathisches Mittel längerfristig einnimmt, obwohl seine Symptome nicht auf das Arzneimittelbild passen? Sie ahnen es schon…er macht eine unfreiwillige Arzneimittelprüfung durch. Das kann sehr, sehr unangenehm sein.

Aus diesem Grund sollte man niemals homöopathische Mittel auf Verdacht oder aufgrund eines Tipps von irgendjemandem einnehmen. Sie sollten sich immer fachkundigen Rat einholen bevor sie homöopathische Mittel einnehmen bzw. Ihrem Tier verabreichen.

In akuten Fällen können auch Laien gut mit homöopathischen Mitteln arbeiten! Es empfiehlt sich dazu allerdings zunächst einen homöopathischen Hausmittelkurs besucht haben. Dort lernen sie den richtigen Einsatz von Arzneimitteln, sie erlernen die einzelnen Mittel zu unterscheiden und vor allem auch in welcher Dosierung und wie lange man diese Mittel einsetzen darf.

Herzlichst Ihre Claudia Hahn