Borreliose

Das Frühjahr naht und damit die Zeckenzeit…und die Werbung für die Borreliose Impfung

Damit Sie besser informiert sind und eine sinnvolle Entscheidung für ihr Tier treffen können, habe ich nachfolgend einige interessante Infos für Sie zusammengestellt
Borreliose – die Krankheit
Borreliose ist eine weltweit bei Menschen und Tieren auftretende, von bestimmten Zeckenarten übertragbare Erkrankung. Obwohl sich Hunde sehr häufig mit Borrelien* infizieren, treten nur sehr selten Krankheitssymptome auf (bei weniger als 5 % der Hunde!)

Die meisten Infektionen verlaufen unspektakulär. In endemischen Gebieten haben fast alle Tiere Antikörpertiter, ohne jemals Symptome gezeigt zu haben oder in Zukunft zu entwickeln.

Wenn doch dann können Anzeichen für eine Erkrankung sein:
Es gibt keine klassischen Borreliose Symptome was die Diagnose sehr erschwert. Anzeichen können sein:
Futterverweigerung, Fieber, Lethargie
Wechselnde Lahmheit durch Entzündungen in den Gelenken.
Immer wiederkehrende Bindehautentzündungen, Magenschleimhautentzündungen, Nierenerkrankungen

Diagnose
Borreliose lässt sich aufgrund der Symptome nicht sicher diagnostizieren. Selbst eine Kombination verdächtiger Symptome und Laborbefunde ist in endemischen Gebieten nicht diagnostisch, da in diesen Gegenden bis zu 95 % aller Hunde einen Borreliose Antikörpertiter haben.

Immunität?
Im Gegensatz zu den meisten Viruserkrankungen erfolgt bei einer Infektion mit Bakterien (zu denen die Borrelien zählen) in der Regel keine Immunität. Das heißt einmal erkrankt, kann man sich im Anschluss immer wieder mit Borrelien infizieren.

Impfung
Es gibt in Europa Impfstoffe gegen insgesamt drei der verschiedenen Erregerstämme. Diese Impfstoffe sind selbst unter Veterinärmedizinern heftig umstritten. Zählen diese Impfstoffe doch zu den sogenannten „Ganzkeim Impfstoffen“. Ganzkeim Impfstoffe gelten bei Menschen als veraltet und werden wegen der schlechten Verträglichkeit und hohen Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen normalerweise nicht mehr eingesetzt

Hunde die geimpft wurden obwohl Sie vorher schon mit Borrelien infiziert waren, neigen zu schweren lokalen und systemischen allergischen Reaktionen. Die Impfstoffhersteller selber raten davon ab (Beipackzettel lesen!) einen infizierten Hund zu impfen.

Zum Nachdenken: Menschen sind für diese Erkrankung wesentlich empfänglicher als Hunde und trotzdem gibt es keinen einzigen Humanimpfstoff gegen Borreliose! Dies sollte jedem Hundebesitzer stark zu denken geben!

Interessant dazu auch folgender Text von Mo Peichl:
haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/2012/02/das-fruhjahr-kommt.html

Schutz
Der beste Schutz gegen von Zecken übertragbare Krankheiten ist das regelmäßige absammeln der Zecken von unseren Hunden. Nach jedem Spaziergang den Hund gründlich absuchen und eventuell schon hängende Zecken entfernen. Da die Borrelien sich im Mitteldarm der Zecke befinden dauert es einige Zeit (hier schwanken die Angaben in der Literatur zwischen 2 – 24 Stunden) bis die Borrelien in das Wirtstier wandern und somit eine Infektion erfolgt. Doch selbst wenn dies geschieht, bedeutet das nicht automatisch eine Erkrankung des Tieres! Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein gut funktionierendes Immunsystem den Borrelien innerhalb kurzer Zeit den Garaus macht. In Versuchen beim Menschen hat man festgestellt, dass dies dem Immunsystem in 90 % aller Fälle gelingt

Behandlung
Borreliose ist im Normalfall gut behandelbar. Es kommt allerdings, wie bei jeder anderen Erkrankung auf den allgemeinen Gesundheitszustand, die Dauer der Erkrankung und eventuelle Vorbehandlungen an. Ein Behandlungsversuch ist aber definitiv immer zu empfehlen!
Schulmedizinisch wird mit Antibiotika behandelt.
Homöopathisch stärken wir vor allem die Lebenskraft des Patienten und sorgen für ein fittes gut funktionierendes Immunsystem.

Fazit
Borreliose ist für Hunde weit weniger gefährlich als häufig suggeriert wird. Der Impfstoff schützt nicht gegen eine Infektion sondern im besten Fall gegen eine Ausbreitung der Borrelien im Körper. Ein Effekt den ein gesundes Immunsystem im Normalfall ganz allein schafft. Dem Gegenüber ist das Risiko einer Impfung zu setzen, die Aluminiumhydroxid und/oder Thiomersal enthält (je nach Hersteller) und selbst unter Schulmedizinern als nebenwirkungsträchtig gilt

Wenn Sie mehr über die Erkrankung, die Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten lesen möchten finden Sie in der Zeitschrift „tierhomöopathie“ Themenheft Infektionserkrankungen 2013 (Irl Verlag) einen ausführlichen Artikel zum Thema

*Borrelien sind eine Gruppe relativ großer, schraubenförmiger, gram-negativer Bakterien aus der Gruppe der Spirochäten.